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EM: Über Sieger und Verlierer & jene, die dabei Zusehen

Die EM ist vorrüber. Was bleibt?

Ein Sieger – viele Verlierer. Top-Spieler aus der ganzen Welt haben ihr Bestes gegeben. Aber es ging allen nur um den ersten Platz. Wettbewerb, Konkurrenzdenken, Egoismus – sind das die Werte, die wir in heutigen Zeiten sehen und hochheben wollen?

Hohe strukturelle, arbeitsintensive und ökologische Aufwände – im Tausch gegen ein paar Stunden Unterhaltung. Wer zahlt den Preis dafür?

Passivität statt Aktionismus – wieso bekommen die Zuseher nicht Lust darauf, ihren Idolen nach zu eifern. Sportlich zu sein, im Team zu spielen, das zu tun, was man gerne macht? Oder ist es einfacher und bequemer, vor dem Fernseher zu sitzen, mit Cola und Bier & Knabberzeugs. Um den sonstigen Stress zu entfliehen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Ich habe nie Fußball gespielt. Vielleicht verstehe ich deshalb die Dynamik nicht, die viele bei diesen „Wettkämpfen“ erfasst. Vielleicht verstehe ich es aber auch besser – weil ich nicht in eingefahrenen Spuren und vorhandenen Strukutren festhänge.

Wäre es nicht schon an der Zeit, andere Spiele zu spielen. Die mehr das Miteinander als Gegeneinander, mehr die Freude am Spiel als die Verbitterung des Gewinnens, die mehr Grenzenlosigkeit und Verbindendes statt nationalistisches Denken und Ausgrenzung fördern.

Es lebe die Hoffnung! Ich bin dankbar, dass die Fußballfelder in den Gemeinden und Städten einen hohen Stellenwert haben – vielleicht werden sie irgendwann die letzten unverbauten Plätze sein und uns als „Oasen und Lebensräume“ zur Verfügung stehen.

Frei sich bilden

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit den Themen „Bildung, Schule, Entwicklung und dem Sinn des Lebens„. Ich habe viele interessante Konzepte und Initiativen kennen gelernt: Alternative Kindergärten (Rudolf Steiner, Maria Montessori, Rebeca und Mauricio Wild), die Freilerner, André Stern, Gerald Hüther, verschiedene Schulformen (Demokratische Schule, Shetinin Schule den Bildungsgarten des Lebens) Bertrand Stern, Franziska Klinkigt, gemeinschaftliche Dorfprojekte …

Alle Personen und Initiativen, die mir auf meinem Weg begegnet sind, haben mich inspiriert, begeistert und Mut gemacht. Ich sehe neue Möglichkeiten, junge Menschen in dieser Welt zu begleiten und ihnen zu ermöglichen, ihre Talente zu entfalten, die sie in sich tragen.

Je mehr ich mich auf dieses Thema einlasse und in Erfahrung bringe, um so mehr wird auch in mir vieles freier. Alte Muster und Strukturen, die ich noch aus meiner Schul- und Ausbildungszeit in mir trage, lösen sich Stück für Stück auf und lassen mich lebendiger und zufriedener werden. Einfach sein – mit anderen sein, lustvolles entdecken, Herausforderungen spielerisch lösen … so macht das Leben für mich immer mehr Freude & auch Sinn!

Zum Weiterlesen: Saat der Freiheit – Impulse für aufblühende Bildungslandschaften. Von Bertrand Stern. http://www.oya-online.de/article/read/2429.html

BildungsgartenDesLebens

Neuer Bundespräsident: Alexander Van der Bellen

Alexander Van der Bellen wurde mit 50,35% zum neuen Bundespräsidenten gewählt und wird am 8. Juli angelobt.
Ich war in den letzten 9 Wochen an insgesamt 20 Tagen in der Steiermark unterwegs, um ihn zu unterstützen.
Es war eine sehr intensive und lehrreiche Zeit für mich. Ich habe sehr viele Einblicke gewonnen und wertvolle Erfahrungen gesammelt.
Ich wünsche mir, dass es PolitikerInnen sowie den Medien in Zukunft gelingt,
den BürgerInnen eine wertschätzende und verbindende Kommunikationskultur vorzuleben.
Wo ich großen Handlungsbedarf sehe:
In die (politische) Bildung von Kindern und Erwachsenen zu investieren!
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Wahl & Demokratie

Heute findet die Bundespräsidentschaftswahl in Österreich statt. Es war für mich wieder Anlass, über unser Wahlsystem, Beteiligungsmöglichkeit und Politik nach zu denken.

Ich war die letzten Wochen als Unterstützung für Alexander Van der Bellen in verschiedenen Orten der Steiermark unterwegs. Es war sehr interessant – jedoch auch herausfordernd – die Stimmung der Personen direkt wahr zu nehmen.

Gestern Abend habe ich die Filmveranstaltung „Die Demokratie ist los!“ besucht. Der Schweizer Regisseur, Thomas Isler, war zu Gast und hat mit uns eine spannende Diskussion geführt. In der Schweiz wird die „Direkte Demokratie“ schon lange praktiziert. Wir haben über die Herausforderungen und Chancen gesprochen. Und Blicke in die Zukunft geworfen. http://www.thomisler.ch/index.php?/die-demokratie-ist-los/

Die Welt ist in Bewegung. Es werden noch viele Veränderungen auf uns zukommen. Ich gehe zur Wahl und unterstütze Alexander Van der Bellen, weil ich seine Persönlichkeit, sein Wissen und sein Zugang zu den „Menschenrechten“ sehr schätze. https://www.vanderbellen.at/

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Und zusätzlich engagiere ich mich und lebe Politik jeden Tag. Mit meinem Verhalten, meiner Meinungsäußerung und meiner Mitgestaltung in der Grünen Bewegung.

Geburt – Leben – Tod

Ende März ist eine nahe Familienangehörige von mir verstorben. Dieses Ereignis hat sehr viel in mir ausgelöst. Ich mache mir wieder verstärkt Gedanken über den Sinn des Lebens und meinen Weg.

Fragen, die mich beschäftigen: Wie ist mein Verhältnis zu meiner Familie? Wer sind meine nächsten Freunde? Wer ist in besonderen Lebenssituationen für mich da? Was möchte ich in meinem Leben noch erreichen? Wie möchte ich sterben? Was hinterlasse ich, was möchte ich besitzen, was passiert mit dem, was an Materiellen bleibt? Und was passiet mit den digitalen Daten, die sich bei mir angesammelt haben? Wer führt die Brot und Rosen-Plattform weiter?

Wie soll mein Begräbnis sein – klein und still oder groß und ein Fest? Wie kann auch hier auf die Umwelt und Ökologie Rücksicht genommen werden – Blumen, Druck, Essen, Kerzen? Ist ein Begräbnis ein „Wirtschaftlicher Faktor“? Eine gewöhnliche Beerdigung kostet einige tausend Euro – das Bestattungs-Institut, das Essen, die Kränze usw. ausmachen. Muss ich Geld verdienen, um Sterben zu können? Welche Alternativen gibt es zu Erdbestattung und Verbrennung in der Feuerhalle?

Ich habe vor einigen Jahren den Hospiz-Kurs besucht und wertvolle Erfahrungen für mein Leben gesammelt.

Es tut mir gut, mich wieder stärker mit den Themen zu beschäftigen. Denn mit der Auseinandersetzung mit dem Tod, wird das tägliche Leben bewusster.

Urban Future – Konferenz in Graz

Ich war Anfang März bei der „Urban Future“ Konferenz in Graz. Zwei Tage voller inspirierender Vorträge und Menschen – 1500 Teilnehmer aus 300 Städten. Ich habe mich vor allem für die Themen „Mobilität“ und „Kommunikation“ interessiert. Es gibt großartige Projekte – ich verstehe nicht, wieso wir nicht schneller voneinander lernen – in Zeiten der digitalen Vernetzung.

Es liegt wohl daran, dass viele nicht offen sind – und sich lieber in alten, gewohnten Bahnen bewegen. Neues braucht auch Energie & Offenheit. Ich bin froh, über die Inspirationen, die ich bekommen habe – unter anderem durch die Impulsvorträge von Helga Kromp-Kolb, Hermann Knoflacher und Mikael Colvill-Andersen von Copenhagenize.

In 2 Jahren soll es wieder eine Veranstaltung geben. Infos & Website: www.urbanfuture.at

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Gemeinwohlfest in Wien

Am 13.2.2016 nahm ich am 5-Jahres-Fest der Gemeinwohl-Ökonomie im Volkstheater in Wien teil. Gemeinsam mit weiteren 850 Gäste erlebte ich einen feierlichen Abend mit wunderbaren Darbietungen. Auch das Projekt Bank für Gemeinwohl präsentierte sich und konnte an diesem Abend neue GenossenschafterInnen gewinnen.

Musik, Tanz, Gesang, Kabarett, eine spannende Podiumsdiskussion und viele schöne Begegnungen und Gespräche machten diesen Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis. Es ist für mich immer wieder schön zu spüren und zu erleben, wie das Neue in die Welt kommt! Was alles möglich ist, wenn wir Neues erschaffen und unser Bewusstsein danach ausrichten

Gemeinwohlfestival 2016

Fotograf: (c) Michael Janousek

GEN-AUSTRIA Treffen in NÖ

Am Wochenende war ich Teil des GEN-Austria Treffens in POMALI, dem Co-Housing Projekt in Oberwölbling (NÖ). Dort haben sich rund 50 Erwachsene und 30 Kinder ihr Wohnprojekt realisiert. Das Besondere daran: 600 m² Gemeinschaftswohnfläche (Küche, Multifunktionsraum, Kinderraum, Waschküche, Werkstatt, Sauna, Food-Coop), Permakultur-Garten, Schwimmteich, Car-Sharing-Autos uvm..

Solche Projekte bedienen sich oft soziokratischer Organisations- und Entscheidungsfindungs-Methoden. Durch die verschiedenen Arbeitskreise werden Aufgaben gut verteilt und wieder zusammengeführt. (www.soziokratie.at)

Zum Vernetzungstreffen am Sonntag sind etwa 50 Personen aus ganz Österreich angereist. Nach einer Führung durch POMALI gab es einen Impulsvortrag vom GEN-International-Treffen 2015 in Findhorn (Schottland).

Ich habe schon mehrere solcher Projekte und Ökodörfer besucht. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, ökologisch, ökonomisch und sozial miteinander zu leben1511-Einladung-3.-Pomali-we

Farm Sitting in der Südsteiermark

Vor zwei Wochen verbrachte ich ein paar Tage in der schönen Südsteiermark um den MITANANDA-H.O.F. und Tiere zu betreuen, während die Freilerner-Familie mit ihren vier Kindern unterwegs war.

Es ist für mich immer wieder bereichernd, durch einen Platzwechsel neue Eindrücke und Perspektiven zu erhalten. Im Alltag lernt man viel Praktisches kennen. Von der Organisation des Haushalts bis zum Verpflegen der Tiere.

Ich habe die Zeit mit 2 Katzen, 6 Wachteln, 12 Hahn & Hühner sowie 2 Schafen sehr genossen. Am Nachmittag habe ich die Gegend zu Fuß erkundet und abends den Kamin eingeheizt. Was am Eindrucksvollsten für mich war: DIE STILLE & RUHE – ohne rauschende Autobahn und landende Flugzeuge! Besonders lieb gewonnen habe ich die Schafe „Weiß & Braun“.

 

Gedanken zum Jahreswechsel

Ich mag die Zeit rund um den Jahreswechsel, weil die Welt um mich herum ruhiger wird. Geschäfte haben noch geschlossen, viele Menschen haben „frei“ und deswegen ist auch spürbar weniger Verkehr auf den Straßen. Ich bin viel zu Hause und mache mir Gedanken über das kommende Jahr. Ich stelle mir Fragen, wie z.B.: Wie möchte ich mein Lebenszeit gestalten? Was möchte ich im kommenden Jahr erreichen? Was kann ich tun, um noch unabhängiger zu werden und selbstbestimmter zu leben? Wie kann ich die Umwelt noch weniger belasten? Was kann ich in der Gesellschaft bewirken?

Daraus ist eine Skizze enstanden. Sie dient mir als Leitfaden und Anhaltspunkt. Sie ist teilweise mit Bleistift geschrieben, das bedeutet, ich kann sie jederzeit anpassen und verändern. Denn das Leben hält immer wieder Überraschungen für uns bereit.

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