EM: Über Sieger und Verlierer & jene, die dabei Zusehen

Die EM ist vorrüber. Was bleibt?

Ein Sieger – viele Verlierer. Top-Spieler aus der ganzen Welt haben ihr Bestes gegeben. Aber es ging allen nur um den ersten Platz. Wettbewerb, Konkurrenzdenken, Egoismus – sind das die Werte, die wir in heutigen Zeiten sehen und hochheben wollen?

Hohe strukturelle, arbeitsintensive und ökologische Aufwände – im Tausch gegen ein paar Stunden Unterhaltung. Wer zahlt den Preis dafür?

Passivität statt Aktionismus – wieso bekommen die Zuseher nicht Lust darauf, ihren Idolen nach zu eifern. Sportlich zu sein, im Team zu spielen, das zu tun, was man gerne macht? Oder ist es einfacher und bequemer, vor dem Fernseher zu sitzen, mit Cola und Bier & Knabberzeugs. Um den sonstigen Stress zu entfliehen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Ich habe nie Fußball gespielt. Vielleicht verstehe ich deshalb die Dynamik nicht, die viele bei diesen „Wettkämpfen“ erfasst. Vielleicht verstehe ich es aber auch besser – weil ich nicht in eingefahrenen Spuren und vorhandenen Strukutren festhänge.

Wäre es nicht schon an der Zeit, andere Spiele zu spielen. Die mehr das Miteinander als Gegeneinander, mehr die Freude am Spiel als die Verbitterung des Gewinnens, die mehr Grenzenlosigkeit und Verbindendes statt nationalistisches Denken und Ausgrenzung fördern.

Es lebe die Hoffnung! Ich bin dankbar, dass die Fußballfelder in den Gemeinden und Städten einen hohen Stellenwert haben – vielleicht werden sie irgendwann die letzten unverbauten Plätze sein und uns als „Oasen und Lebensräume“ zur Verfügung stehen.

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